Avodah Zarah 77

Kapitel 77

א התם ידיע ממשו הכא לא ידיע ממשן:
1 Bei dieser ist [das Verbotene] wahrnehmbar, bei jenem ist es nicht wahrnehmbar.
ב וטרית טרופה וציר שאין בה דגה וכו': מאי חילק אמר רב נחמן בר אבא אמר רב זו סולתנית ומפני מה אסורה מפני שערבונה עולה עמה:
2 Z<small>ERHACKTE</small> Ṭ<small>ERITH</small>, F<small>ISCHLAKE</small>, <small>WORIN KEINE</small> F<small>ISCHCHEN</small> &amp;<small>C</small>. Was ist Ḥileq? R. Ḥanan b. Raba erwiderte im Namen Rabhs: Das ist der Sultanith. – Weshalb ist er verboten? – Weil seine Beimischung mit heraufgezogen wird.
ג תנו רבנן אין לו עכשיו ועתיד לגדל לאחר זמן כגון הסולתנית והעפיץ הרי זה מותר יש לו עכשיו ועתיד להשיר בשעה שעולה מן הים כגון אקונס ואפונס כטספטייס ואכספטייס ואוטנס מותר
3 Die Rabbanan lehrten: Wenn er jetzt keine [Reinheitszeichen] hat, später aber solche bekommen würde, wie beispielsweise der Sultanith oder der A͑piç, so ist er erlaubt; wenn er sie hat, aber sobald er aus dem Wasser kommt abwirft, wie beispielsweise der Aqonas, Aponas, Kaṭespaṭias, Akaspaṭias oder Oṭanas, so ist er erlaubt.
ד אכריז רבי אבהו בקיסרי קירבי דגים ועוברן ניקחין מכל אדם חזקתן אינן באים אלא מפלוסא ואספמיא כי הא דאמר אביי האי צחנתא דבב נהרא שריא
4 R. Abahu ließ in Cäsarea bekannt machen, daß die Eingeweide und der Rogen von Fischen von jedermann gekauft werden dürfen, denn es ist vorauszusetzen, daß sie nur aus Pelusium und Hispania kommen. So sagte auch Abajje: Die Çaḥanta aus dem Flusse Bab sind erlaubt. –
ה מ"ט אילימא משום דרדיפי מיא והאי דג טמא כיון דלית ליה חוט השדרה בדוכתא דרדיפי מיא לא מצי קאי והא קא חזינן דקאי
5 Aus welchem Grunde: wollte man sagen, weil dessen Wasser reißend ist, und der unreine Fisch, da er kein Gerippe hat, in reißendem Wasser nicht leben kann, so sehen wir ja, daß er wohl lebt;
ו אלא משום דמליחי מיא והאי דג טמא כיון דלית ליה קלפי בדוכתא דמליחי מיא לא מצי קאי והא קחזינן דקאי אלא משום דלא מרבה טינא דג טמא אמר רבינא האידנא דקא שפכי ביה נהר גוזא ונהר גמדא אסירי
6 und wollte man sagen, weil dessen Wasser salzig ist, und der unreine Fisch, da er keine Schuppen hat, im salzigen Wasser nicht leben kann, so sehen wir ja, daß er wohl lebt!? – Vielmehr, weil sein Grund einen unreinen Fisch nicht gedeihen läßt. Rabina sagte: Jetzt aber, wo der Fluß Goza und der Fluß Gamda sich in diesen ergießen, sind sie verboten.
ז אמר אביי האי חמרא דימא שרי תורא דימא אסיר וסימניך טמא טהור טהור טמא
7 Abajje sagte: Der See-Esel ist erlaubt, der Seeochs ist verboten; als Merkzeichen diene dir: das Unreine ist rein und das Reine ist unrein.
ח אמר רב אשי שפר נונא שרי קדש נונא אסיר וסימניך (שמות טז, כג) קדש לה' איכא דאמרי קבר נונא אסור וסימניך קברי עובדי כוכבים
8 R. Aši sagte: Der Schönfisch ist erlaubt, der Heiligfisch ist verboten; als Merkzeichen diene dir: <i>Heilig für den Herrn</i>. Manche sagen, der Grabfisch sei verboten, und als Merkzeichen diene dir: die Gräber der Nichtjuden [sind unrein].
ט רבי עקיבא איקלע לגינזק אייתו לקמיה ההוא נונא דהוה דמי לחיפושא חפייה בדיקולא חזא ביה קלפי ושרייה רב אשי איקלע לטמדוריא אייתו לקמיה ההוא נונא דהוה דמי לצלופחא נקטיה להדי יומא חזא דהוה ביה צימחי ושרייה
9 Einst kam R. A͑qiba nach Ginzaq und man brachte ihm einen Fisch, der dem Ḥipuša ähnlich war; da bedeckte er ihn mit einem Korbe und fand darin Schuppen. Hierauf erlaubte er ihn. Einst kam R. Aši nach Ṭamdurja und man brachte ihm einen Fisch, der dem Çeluphḥa ähnlich war; da hielt er ihn gegen die Sonne und bemerkte kleine Schuppen. Hierauf erlaubte er ihn.
י רב אשי איקלע לההוא אתרא אייתו לקמיה נונא דהוי דמי לשפרנונא חפייה במשיכלי חיורי חזא ביה קלפי ושרייה רבה בר בר חנה איקלע לאקרא דאגמא קריבו ליה צחנתא שמעיה לההוא גברא דהוה קרי ליה באטי
10 Einst kam R. Aši nach einer Ortschaft und man brachte ihm einen Fisch, der dem Schönfisch ähnlich war; da bedeckte er ihn mit einem weißen Becken und fand darin Schuppen. Hierauf erlaubte er ihn. Rabba b. Bar Ḥana kam einst nach der Burg Agma und man brachte ihm Çaḥantha, und als er hörte, daß jemand sie Baṭi nannte,
יא אמר מדקא קרי ליה באטי ש"מ דבר טמא אית ביה לא אכל מיניה לצפרא עיין בה אשכח ביה דבר טמא קרי אנפשיה (משלי יב, כא) לא יאונה לצדיק כל און:
11 sprach er: Wenn man sie Baṭi nennt, so ist wahrscheinlich etwas Unreines darunter. Und er aß davon nicht. Am folgenden Tage untersuchte er sie und fand darunter etwas Unreines; da las er über sich: <i>Dem Frommen stößt keinerlei Unheil zu</i>.
יב והקורט של חילתית: מ"ט משום דמפסקי ליה בסכינא אע"ג דאמר מר נותן טעם לפגם מותר אגב חורפיה דחילתיתא מחליא ליה שמנוניתא והוה ליה כנותן טעם לשבח ואסור
12 S<small>CHNITTE</small> A<small>SANT</small>. Aus welchem Grunde? – Weil sie es mit einem Messer schneiden. Und obgleich wir sagen, wenn es einen verschlechternden Geschmack verleiht, sei es erlaubt, so ist es hierbei dennoch verboten, weil durch die Schärfe des Asantes das [angezogene] Fett schmackhaft wird, somit ist es ebenso als würde es einen verbessernden Geschmack verleihen.
יג עבדיה דר' לוי הוה קא מזבין חילתיתא כי נח נפשיה דר' לוי אתו לקמיה דרבי יוחנן אמרו ליה מהו למיזבן מיניה אמר להו עבדו של חבר הרי הוא כחבר
13 Der Diener des R. Levi pflegte Asant zu verkaufen; als die Seele R. Levis zur Ruhe eingekehrt war, kam man zu R. Joḥanan und fragte ihn, ob man es von ihm kaufen dürfe. Er erwiderte ihnen: Der Diener eines Gelehrten gleicht dem Gelehrten selber.
יד רב הונא בר מניומי זבן תכילתא מאנשי דביתיה דרב עמרם חסידא אתא לקמיה דרב יוסף לא הוה בידיה
14 R. Hona b. Minjomi kaufte Purpurfäden von den Hausleuten der Frau R. A͑mram des Frommen. Hierauf kam er vor R. Joseph, und er wußte es nicht.
טו פגע ביה חנן חייטא א"ל יוסף עניא מנא ליה בדידי הוה עובדא דזביני תכילתא מאנשי דביתיה דרבנאה אחוה דר' חייא בר אבא ואתאי לקמיה דרב מתנא לא הוה בידיה אתאי לקמיה דרב יהודה מהגרוניא אמר לי נפלת ליד הכי אמר שמואל אשת חבר הרי היא כחבר
15 Als er darauf den Schneider Ḥanan traf, sprach dieser zu ihm: Woher sollte es der arme Joseph wissen; mir passierte es ebenfalls, daß ich Purpurfäden kaufte von den Leuten der Frau des Rabbanaj, des Bruders des R. Ḥija b. Abba, da ging ich zu R. Mathna hin, er wußte es aber nicht, hierauf kam ich vor R. Jehuda aus Hagronja, und dieser sprach zu mir: Nun bist du mir in die Hände gefallen: so sagte Šemuél, die Frau eines Gelehrten gleicht dem Gelehrten selber.
טז תנינא להא דת"ר אשת חבר הרי היא כחבר עבדו של חבר הרי הוא כחבר חבר שמת אשתו ובניו ובני ביתו הרי הן בחזקתן עד שיחשדו וכן חצר שמוכרין בה תכלת הרי הן בחזקתן עד שתיפסל
16 Wir haben also eine Lehre übereinstimmend mit dem, was die Rabbanan gelehrt haben: Die Frau eines Gelehrten gleicht dem Gelehrten selber, der Diener eines Gelehrten gleicht dem Gelehrten selber. Wenn ein Gelehrter gestorben ist, so haben seine Frau, seine Kinder und seine Hausleute solange Vertrauen, bis sie in Verdacht geraten. Ebenso genießt ein Haus, in dem Purpurfäden verkauft werden, so lange Vertrauen, bis es als unzuverlässig befunden wird.
יז ת"ר אשת עם הארץ שנשאת לחבר וכן בתו של עם הארץ שנשאת לחבר וכן עבדו של עם הארץ שנמכר לחבר כולן צריכין לקבל דברי חברות אבל אשת חבר שנשאת לעם הארץ וכן בתו של חבר שנשאת לעם הארץ וכן עבדו של חבר שנמכר לעם הארץ אינן צריכין לקבל דברי חברות לכתחלה דברי ר"מ
17 Die Rabbanan lehrten: Heiratet die Frau eines Menschen aus dem gemeinen Volke einen Gelehrten, oder heiratet die Tochter eines Menschen aus dem gemeinen Volke einen Gelehrten, oder wird der Sklave eines Menschen aus dem gemeinen Volke an einen Gelehrten verkauft, so müssen sie die Obliegenheiten des Gelehrten auf sich nehmen. Heiratet die Frau eines Gelehrten einen Menschen aus dem gemeinen Volke, oder heiratet die Tochter eines Gelehrten einen Menschen aus dem gemeinen Volke, oder wird der Sklave eines Gelehrten an einen Menschen aus dem gemeinen Volke verkauft, so brauchen sie von vornherein die Obliegenheiten eines Gelehrten nicht auf sich zu nehmen – so R. Meír;
יח ר' יהודה אומר אף הן צריכין לקבל דברי חברות לכתחלה וכן היה ר"ש בן אלעזר אומר מעשה באשה אחת שנשאת לחבר והיתה קושרת לו תפילין על ידו נשאת למוכס והיתה קושרת לו קשרי מוכס על ידו
18 R. Jehuda sagt, auch diese müssen von vornherein die Obliegenheiten eines Gelehrten auf sich nehmen. Ebenso erzählte R. Šimo͑n b. Elea͑zar: Einst half eine Frau, die an einen Gelehrten verheiratet war, ihm die Knoten der Tephillin knüpfen; später heiratete sie einen Zöllner und half ihm Zöllnerknoten knüpfen.
יט אמר רב חבי"ת אסור בחותם אחד חמפ"ג מותר בחותם אחד חלב בשר יין תכלת
19 Rabh sagte: Milch, Fleisch, Wein und Purpurfäden sind mit nur einem Siegel versehen verboten;